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CDU-Bonn
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Baugebiet Lengsdorf-Süd städtebaulich angemessen und ökologisch nachhaltig entwickeln
08. September 2019

Das Baugebiet Lengsdorf-Süd (Areal zwischen dem Konrad-Adenauer-Damm, der Reichsstraße (L 261), dem Ortsteil Ückesdorf und der BAB 565) ist einer der letzten großen Freiräume im Bonner Westen. Der Freiraum Lengsdorf-Süd soll entsprechend dem Ratsbeschluss vom 29.09.2005 endlich städtebaulich angemessen und ökologisch nachhaltig entwickelt werden. Dem Bedarf an mehr Wohnraum ist unter Beachtung der Nachhaltigkeitsstragie der Stadt Bonn Rechnung zu tragen und durch eine sorgfältige Abwägung zwischen einer möglichen baulichen Nutzung, den klimatischen Gegebenheiten sowie den Belangen des Naturschutzes sicherzustellen.

Dazu ist zunächst eine Änderung des Flächennutzungsplans bei Aufhebung des Landschaftsschutzes im Rahmen der Fortentwicklung des Regionalplans zu prüfen, zu bewerten und mit einem städtebaulichen Entwurf für einen Zielbeschlusses zur Bebauung den politischen Gremien vorzustellen. Nach mittlerweile 14 Jahren kann sich die Stadt nicht mehr darauf berufen, für die Entwicklung des großen Areals kein ausreichendes Personal zur Umsetzung des Ratsbeschlusses aus 2005 zu haben. Mit einem entsprechenden Antrag für die Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg wird die CDU Fraktion dies einfordern.

Auf der Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn ist dabei Folgendes zu berücksichtigen:

a) Das vorhandene Biotop zwischen Ückesdorf und dem Neubaugebiet ist in vollem Umfang zu erhalten und zu sichern.

b) Es ist eine lockere, max. zweigeschossige Wohnbebauung vorzusehen. Dabei ist sicherzustellen, dass die Wirksamkeit der vorhandenen Frischluftschneise nicht beeinträchtigt wird.

d) Die Ostseite des Bebauungsgebietes ist so zu begrünen, dass in Richtung Ippendorf für das gesamte Bebauungsgebiet der Landschaftsbezug erhalten bleibt.

e) Die Flächennutzungsplanänderung wird auf das Gebiet begrenzt, das im ”Intergierten Freiraumsystem Bonn" als ”Temporäre Erhaltung bis zur möglichen baulichen Inanspruchnahme" gekennzeichnet ist.

f) Entsprechend den Vorgaben des ”Integrierten Freiraumsystems Bonn" nimmt die Verwaltung eine besondere Überprüfung vor, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Auflagen das Gebiet für eine Bebauung nutzbar gemacht werden kann.
Der städtbauliche Entwurf durch eine Stadtentwicklungsgesellschaft oder einen privaten Projektträger soll sich an den umliegenden Ortsteilen orientieren und in die Umgebung baulich wie sozialräumlich einfügen. Dabei sind die Umsetzung des Bonner Baulandmodells mit 40 Prozent geförderten Wohnungsbaus und ein ausgewogener Mix an Einzelhaus- und Mehrgeschosswohnungsbau in aufgelockerter Bauweise und Grünflächen anzustreben. Die verkehrlichen Auswirkungen und möglichen Lösungen sind zu bewerten. Frühzeitig muss der Ausbaus des Busverkehrs zwischen der Bonner Innenstadt und dem Bonner Westen Richtung Röttgen zur Anbindung des Neubaugebietes Lengsdorf-Süd einbezogen werden.

Jamaika-Koalition

Version 5.00 vom 10. Mai 2006 - © Andreas Niessner